Dafür wurde sie nun mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, die höchste Anerkennung und Würdigung der Bundesrepublik Deutschland für besonderes gesellschaftliches Engagement. Überreicht wurde ihr dieses von Cansel Kiziltepe, Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales und Gleichstellung, während einer Feierstunde im Auftrag des Bundespräsidenten.
Vorgeschlagen hatte sie der Berliner Landesverband. „Wir ziehen den Hut vor Erika“, unterstrich EVG-Landeschef Michael Bartl. Die Gewerkschafterin habe mit ihrem Wirken an der Basis und in zahlreichen Gremien Pflöcke gesetzt. Gleichstellung der Geschlechter und Aufklärungsarbeit der NS-Zeit und die damit verbundene Erinnerungskultur für unsere Gewerkschaft zeichnen ihr Engagement besonders aus. „Gerechtigkeit ist für sie das Wichtigste“, betonte Bartl. Und das habe sie in all ihren Funktionen immer gelebt.
Erika Albers begann 1972 bei der Deutschen Reichbahn eine Ausbildung im Stellwerk. Ab 1979 studierte sie berufsbegleitend und wurde Dipl. Ing. FH Verkehrsingenieurin. Gleichzeitig zog sie ihre beiden Kinder auf. Ehrenamtlich aktiv war Erika unter anderem als Vorsitzende der Berliner Ortsfrauenleitung und des Landesverbandes Frauen.
Auf Bundesebene hatte sie seit 1997 mehr als 23 Jahre das Amt der Vorsitzenden der Bundesfrauenleitung inne und war federführend bei der Einführung der ersten Frauenquote in der EVG. Ihre Stimme war auch deutlich zu vernehmen, wenn es um den fortwährenden Kampf gegen den Rechtsextremismus ging.
Noch immer engagiert sich Erika Albers in unserer Gewerkschaft, als Mitglied des Orts- und Landesverbandes Berlin. „Das ist ihre Heimat, die verlässt sie nicht“, betonte der Berliner EVG-Vorsitzende. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes sei „ein eindrucksvolles Signal für unermüdliches ehrenamtliches Wirken“.
