Bündnis-Demo in Karlsruhe: EVG kämpft für Erhalt des Sozialstaates

Unter dem Motto „Stabil bleiben – Sozial gestalten“ demonstrierten am 11. Juli rund 1.500 Menschen in Karlsruhe gegen Sparmaßnahmen und den Abbau sozialer Sicherungssysteme. Das neu gegründete „Bündnis Sozialstaat“ – ein Zusammenschluss aus über 20 Gewerkschaften und Sozialverbänden – zog vom Festplatz zum Friedrichsplatz.

Menschenmenge bei einer Demonstration auf einem Platz in Karlsruhe. Mehrere Fahnen und Transparente werden getragen. Ein großes weißes Banner mit roter Schrift enthält mehrfach das Wort „SPAREN“ sowie den Text „SPAREN WIR UNS DIE REGIERUNGEN DES KAPITALS!“. Ein Pappschild zeigt die Aufschrift „ROTE KARTE FÜR UNSERE REGIERUNG“ und „TAX THE RICH“. Im Hintergrund sind Gebäude mit der Beschriftung „messe Karlsruhe“ zu sehen.

Auch die EVG Karlsruhe war aktiv vertreten. Für uns ging es vor Ort um weit mehr als reine Solidarität: Die politischen Pläne greifen Kernbereiche an, die unsere Mitglieder im Verkehrssektor ganz direkt belasten. Im Fokus des Protests standen geplante Aufweichungen des Arbeitszeitgesetzes, Verschlechterungen bei Krankheitsregelungen sowie der wachsende Druck auf die Renten- und Krankenversicherungen.

Der Vorsitzende des EVG-Landesverbandsvorstandes in Baden-Württemberg, Manuel Amberger, begleitete die Aktion vor Ort und betonte die Dringlichkeit:

„Wir stehen hier nicht nur aus partnerschaftlicher Solidarität mit dem Bündnis, sondern weil es um die nackte Existenz unserer Kolleginnen und Kollegen geht. Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz treffen den ohnehin extrem belastenden Schicht- und Wechseldienst im Bahnbereich mitten ins Herz. Wer hier den Rotstift ansetzt oder Schutzrechte aufweicht, gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten und die Sicherheit im gesamten Schienenverkehr. Das nehmen wir nicht kampflos hin.“ 

Ein herzliches Dankeschön an die Karlsruher Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort Flagge gezeigt und unseren klaren Forderungen Nachdruck verliehen haben!

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