Betriebsratswahlen 2026: EVG weiter bestimmende Kraft bei Bahnen und Bussen

Nach den bislang vorliegenden, vorläufigen Auszählungen zeichnet sich ab: Die EVG behauptet auch bei den Betriebsratswahlen 2026 ihre starke Position in der Verkehrsbranche. In vielen Betrieben konnten EVG-Kandidatinnen und -Kandidaten erneut eine klare Mehrheit der Mandate erreichen. Damit bleibt die EVG die zentrale gestaltende Kraft in den Betrieben.

Dieses Ergebnis ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für die engagierte und kompetente Arbeit der EVG-Betriebsrätinnen und -Betriebsräte. 

Unser Dank gilt allen Wählerinnen und Wählern, die der EVG ihre Stimme gegeben haben. Ein besonderer Dank geht auch an die Wahlvorstände, die mit großem Einsatz für einen reibungslosen und fairen Ablauf der Wahlen gesorgt haben. Ebenso bedanken wir uns bei allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren engagierten Wahlkampf.

„Auf die neu gewählten Betriebsräte warten spannende und herausfordernde Aufgaben. Diese werden wir in den kommenden vier Jahren gemeinsam, solidarisch und entschlossen angehen.“ Kristian Loroch, stellvertretender EVG-Vorsitzender

Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, aber schon jetzt werden in einigen Betrieben erste Ergebnisse bekannt. Bei der DB Regio AG konnte sich die EVG im größten Wahlbetrieb Rhein Ruhr behaupten. Künftig stellt dort die EVG 10 Mandate. Andernorts werden die Zahlen mit Spannung erwartet.

Auch bei Fernverkehr wird noch in vielen Betrieben ausgezählt. Doch auch hier gibt es erste Erfolgsmeldungen. So konnte die EVG den bisherigen GDL-Mehrheitsbetrieb DB Fernverkehr Stuttgart drehen, der als sogenannter „TEG-Betrieb“ gilt, d.h. dort werden aktuell die Tarifverträge der GDL angewendet. Umso beachtlicher das Ergebnis: Die EVG stellt dort künftig mit 7 von 13 Sitzen die Mehrheit.

Bei der von Krisen und Umbrüchen geschüttelten DB Cargo deutet sich auch eine Bestätigung für die EVG ab. Im einstigen GDL-Stammbetrieb Halle konnte die EVG aufschließen und stellt künftig 6 Sitze – ein starker Vertrauensgewinn für die Arbeit der EVG-Betriebsräte, die beim Thema Arbeitsplatzsicherung punkten konnten.
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Wahlparty in Berlin

Bundesweit fiebern die EVG-Betriebsgruppen den Ergebnissen der Betriebsratswahl entgegen. So hat der Ortsverband Berlin Kolleg:innen querbeet aus allen Berliner Betrieben zu einer Wahlparty geladen. Und anhand der nach und nach eintrudelnden Ergebnisse wird deutlich: Das kann ein guter Abend werden.

Der Mai-Nachmittag ist kühl, dennoch füllt sich so langsam das Freiluft-Lokal, das die Berliner EVG für heute ausgesucht hat. Am Eingang treffen immer wieder Grüppchen von EVG-Mitgliedern aus den verschiedenen Betrieben ein. Zahlen werden hin und her geworfen. „52fünf Wahlbeteiligung!“ „9:4 für uns!“ Schultern werden geklopft, es wird gelacht und applaudiert. 

Damit ist der Ton gesetzt, und mit jedem eintreffenden Grüppchen setzt sich mehr und mehr ein Gefühl durch: eine Mischung aus Zufriedenheit und Stolz. Zufriedenheit, dass anstrengende Wahlkampfmonate vorbei sind; Stolz, dass die Listen und die Kandidat:innen der EVG in einem schwierigen Umfeld reihenweise positive Ergebnisse eingefahren haben. Die EVG, so wird deutlich, bleibt ganz klar die bestimmende Kraft in den Betrieben.

„Wir haben eine klare Mehrheit von EVG-Leuten und einigen Unabhängigen, die uns aber wohlgesonnen sind. Die GDL hat es nicht in den BR geschafft.“ Mirko Schade, Betriebsrat bei DB Services

So blickt Mirko Schade, Betriebsrat bei DB Services, auf einen Wahlkampf zurück, den er als fair, aber auch als ungewöhnlich bezeichnet: denn es sind fünf Listen angetreten. In diesem Umfeld hat sich die EVG klar behauptet. „Wir haben eine klare Mehrheit von EVG-Leuten und einigen Unabhängigen, die uns aber wohlgesonnen sind. Die GDL hat es nicht in den BR geschafft.“ Kräftiger Rückenwird also, sagt Mirko, denn auch wenn die ganz große Umstrukturierung bei DB Services von der EVG und ihren Betriebsräten verhindert werden konnte, „bleiben die Herausforderungen bestehen, und da muss sich der Betriebsrat gut aufstellen. Und das sind wir mit diesem Ergebnis.“

Die Herausforderungen werden nicht kleiner, das gilt auch für DB Cargo, und deswegen freut sich auch Thomas Pfarr, Betriebsratsvorsitzender bei DB Cargo C1, über den glasklaren Sieg der EVG. „Wir sind immer ehrlich gegenüber den Leuten. Das spüren sie und honorieren es auch.“ Klare Positionen und ein engagierter Wahlkampf sind das Erfolgsrezept für Thomas, “und man muss sich auch immer was einfallen lassen.“ So war die EVG-Betriebsgruppe gleich am ersten Wahltag am Standort Seddin mit einem Grill zur Stelle und organisierte in Berlin sogar ein eigenes Event für die Beschäftigten des Overhead. „Ich bin stolz, dass wir es mit dieser Mannschaft geschafft haben.“ 

„Wir sind immer ehrlich gegenüber den Leuten. Das spüren sie und honorieren es auch.“ Thomas Pfarr, Betriebsratsvorsitzender bei DB Cargo C1

Erster Höhepunkt des Tages: Der Landesvorsitzende Michael Bartl und Geschäftsstellenleiter Alexander Cäsar bitten einzelne Kolleg:innen aus verschiedenen Betrieben ans Mikrofon, die über ihre Ergebnisse berichten. Unter anderem Sven von DB Cargo, der keineswegs wie ein Mann mit Glaskinn wirkt, und dennoch gesteht: „Leute, ihr seht es grade nicht, aber da habe ich doch ein paar Tränchen hinter meinen Brillengläsern.“

„Mein Eindruck ist, dass die große Mehrheit der Beschäftigten Vertrauen in ihre Betriebsräte haben. Und mit ihrer Stimme auch zeigen, dass sie starke Betriebsräte wollen.“  Michael Bartl, Landesvorsitzender 

Wahlparty Berlin: Zeit zum Feiern, Zeit zum Durchatmen, Zeit zum Bilanzieren. „Mein Eindruck ist, dass die große Mehrheit der Beschäftigten Vertrauen in ihre Betriebsräte haben. Und mit ihrer Stimme auch zeigen, dass sie starke Betriebsräte wollen“, sagt Michael Bartl. „Man merkt: Die Kombination aus einer starken Gewerkschaft wie der EVG mit ihren guten Tarifverträgen wie z.B. dem DemografieTV, das gibt den Leuten Sicherheit. Und das honorieren sie.“

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