Bahn-Mitarbeiter stürzt nach gewalttätigem Übergriff aus Zug

Bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Regionalzug von Offenburg nach Karlsruhe ist ein Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn am Freitagabend lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft kam es während der Kontrolle zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einem mutmaßlich alkoholisierten Fahrgast.

Zwei rote Regionalzüge der Deutschen Bahn stehen nebeneinander auf parallelen Gleisen in einem Bahnhof. Über den Zügen verlaufen zahlreiche Oberleitungen und Strommasten. Links ist ein Bahnsteig mit Überdachung, einer Uhr und einer einzelnen Person zu sehen. Die Fronten der Züge sind sichtbar, an einem Zug ist die Nummer „612 529“, am anderen „612 533“ erkennbar. Die Szene ist von hellem Sonnenlicht und starken Schatten geprägt.

Symbolbild

Dabei wurde eine Zugtür aus ihrer Verankerung gerissen. Der 26-jährige Bahnmitarbeiter stürzte aus dem mit rund 120 km/h fahrenden Zug auf die Gleise. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Der 36-jährige Fahrgast wurde festgenommen und befindet sich in Gewahrsam. Dazu sagte der Vorsitzende des Landesverbandsvorstands Baden-Württemberg, Manuel Amberger:

„Der schreckliche Vorfall bei Ettlingen-Bruchhausen zeigt erneut auf dramatische Weise, dass verbale und körperliche Übergriffe auf das Zugpersonal eine neue, lebensgefährliche Dimension erreicht hat. Dass erneut unserer Kollegen nach einer einfachen Fahrkartenkontrolle im Krankenhaus um sein Leben ringen muss, macht uns fassungslos und wütend.

Wir erwarten von den Ermittlungsbehörden eine schnelle und lückenlose Aufklärung der Geschehnisse und der technischen Hintergründe zum Öffnen der Zugtür.

Die Zeit für politische Ausreden ist längst vorbei. Dies ist erneut ein unüberhörbares Alarmsignal an die Politik und die Verkehrsunternehmen: Wir brauchen dringend verstärkte Sicherheitskonzepte, mehr Personal und den effektiven Schutz aller Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag für die Sicherheit der Fahrgäste sorgen.“

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