Hintergrund: Klageverfahren gegen den BNetzA-Beschluss zum Italo-Einstieg
Die Aktion findet vor dem Hintergrund einer enormen Zuspitzung in der Bahnpolitik statt: Die Bundesnetzagentur hatte entschieden, dass die DB InfraGO AG auf stark belasteten Strecken mindestens ein Viertel der Schienenkapazitäten für Konkurrenten freiräumen muss. Profiteur dieser Logik ist vor allem das private italienische Eisenbahnunternehmen Italo, das ab 2028 in den deutschen Markt drängen will. Gegen diese Vorgaben hat die DB InfraGO am 14. August 2026 offiziell Klage beim Verwaltungsgericht Köln eingereicht und zusätzlich Eilrechtsschutz beantragt. Es wird befürchtet, dass starre Taktfahrpläne privater Anbieter, die sich nur die rentablen Rosinen herauspicken, zu massiven Konflikten bei der Trassenvergabe führen und den bestehenden Takt- und Regionalverkehr empfindlich ausbremsen.
Die EVG unterstützt den juristischen Schritt der InfraGO ausdrücklich. Die heutige Teilbetriebsversammlung in Saarbrücken hat einmal mehr bewiesen: Die Kolleginnen und Kollegen stehen über Berufsgruppen und Landesgrenzen hinweg geschlossen für ein starkes Gesamtsystem Bahn und für den langfristigen Erhalt sicherer Arbeitsplätze im gesamten Südwesten!
