Der Duft von Crêpes und Gegrilltem liegt in der Luft, Kinderlachen aus der Hüpfburg und an den langen Biertischen wird schon diskutiert, bevor überhaupt jemand ans Mikrofon tritt. Gekommen waren nicht nur aktuelle Kolleginnen und Kollegen, sondern auch Weggefährten, Senior:innen, Ehepartner, Kinder und Freunde. Für die Kleinen gab es Hüpfburg, Crêpes, Zuckerwatte und Eis, für alle anderen natürlich reichlich Gesprächsstoff. An den Tischen ging es immer wieder um dieselben Fragen: Was bedeuten die Umbrüche im DB-Konzern und wohin steuert der Fernverkehr angesichts neuer Konkurrenz wie Italo.
Offiziell wurde es, als Michael Bartl ans Mikrofon trat. Er blickte auf 35 Jahre EVG Berlin zurück, richtete seinen Blick allerdings zeitgleich nach vorn: Das Reformpaket der Bundesregierung. Michael rief alle Anwesenden dazu auf, sich an der für September in Berlin geplanten Demonstration des DGB zu beteiligen, um gegen die geplanten Kürzungen im Sozialbereich aktiv zu werden.
Für Unterhaltung abseits der großen Politik sorgte ab 17:30 Uhr die Tombola. Der Erlös aus dem Verkauf der Lose geht an die Parkeisenbahn Wuhlheide – eine Geste in Richtung der Gastgeber. Am Ende des Tages blieb der Eindruck eines Fests, das genau das transportierte, was die EVG-Berlin seit 35 Jahren ausmacht: Gewerkschaftliche Hauptstadtpolitik und kollegiale Gemeinschaft. Ein Miteinander zwischen politischer Rede und Warteschlange vor dem Crêpestand.




