Fahimi warnte vor Einschnitten bei Rente, Gesundheit und Arbeitszeit und machte klar: Sozialstaat und Mitbestimmung sind Grundpfeiler von Demokratie und wirtschaftlicher Stärke. Statt Kürzungen forderte sie strukturelle Reformen, eine Stärkung der Tarifbindung sowie Investitionen in Arbeit, Industrie und Europa. Gewerkschaften seien das „Kraftzentrum der Demokratie“ und bereit, soziale Interessen konsequent zu verteidigen.
Am Montag wurde Yasmin Fahimi von über 96 Prozent der Delegierten erneut zur DGB-Vorsitzenden gewählt. Elke Hannack und Stefan Körzell wurden als Stellvertreter:innen bestätigt, ebenso DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel.
„Jetzt muss investiert werden: In die Brücken bei Straße und Schiene, in den Kapazitäts-Ausbau bei der Bahn und: in den Erhalt aller Verkehrswege.“ Martin Burkert, EVG-Vorsitzender
Der EVG-Vorsitzende Martin Burkert machte in seiner Rede deutlich, dass die Mobilitätskrise unmittelbare Folgen für Menschen, Wirtschaft und Arbeitsplätze hat. 478.000 Stau-Stunden allein im vergangenen Jahr seien ein alarmierendes Signal für jahrelange politische Untätigkeit.
Burkert forderte eine ambitionierte Verkehrspolitik mit massiven Investitionen in Schiene und ÖPNV, den Abbau des Sanierungsstaus sowie den Erhalt des Einzelwagenverkehrs bei der Bahn. Ohne eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur, so Burkert, seien industrielle Produktion, klimafreundliche Mobilität und Gute Arbeit in Deutschland nicht zu sichern.
Das Parlament der Arbeit – höchstes Gremium des DGB
Alle vier Jahre tagt der Ordentliche Bundeskongress des DGB – das „Parlament der Arbeit“. Er ist das höchste Entscheidungsgremium des DGB. Rund 400 Delegierte aus acht Mitgliedsgewerkschaften beraten und beschließen hier die Ziele und Aufgaben des DGB für die kommenden vier Jahre. Die Beschlüsse sind bindend.
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