125 Jahre gelebte Solidarität: BSW-Ortsstelle Fröndenberg feiert 125-jähriges Jubiläum

Es war eine besondere Festveranstaltung in einem würdigen, tief geschichtsträchtigen Rahmen. In den Räumen der historischen Kettenfabrik Fröndenberg feierte die Ortsstelle Fröndenberg der Stiftungsfamilie BSW & EWH am Freitag (12. Juni) ihr stolzes 125-jähriges Bestehen.

Gruppenfoto von etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Personen auf einer Bühne vor einer Leinwand, links steht ein roter Aufsteller mit der Aufschrift „Stiftung BSW Ortsstelle Frohnberg“. Die Personen stehen in einer Reihe nebeneinander auf einer erhöhten Bühne und schauen in Richtung Kamera. Hinter der Gruppe hängt eine große helle Leinwand, die von dunklen Vorhängen eingerahmt ist. Links neben der Gruppe steht ein roter, tropfenförmiger Banner mit weißer Schrift. Auf der Bühne sind mehrere grüne Pflanzen in Töpfen platziert, besonders im Vordergrund links und rechts. Einige Personen tragen Namensschilder um den Hals, andere halten Jacken oder Taschen in den Händen. Mehrere Personen tragen helle Hemden oder Jacken, einzelne sind farblich hervorgehoben, zum Beispiel durch einen roten Blazer.

Vor rund 80 anwesenden Gästen standen am Nachmittag der Dank an das Ehrenamt, der starke Zusammenhalt unter Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern und die soziale Solidarität im Mittelpunkt. Das besondere Jubiläum zog zahlreiche Gratulanten an. In der Reihe der Festredner, die der Ortsstelle ihre Anerkennung aussprachen, überbrachte auch Christian Drelmann die herzlichen Glückwünsche der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Er richtete in seiner Ansprache den Fokus ganz auf das unermüdliche Engagement vor Ort und den tiefen Wert der Stiftungsfamilie.

Ein besonderer Dank der Rednerinnen und Redner galt dem Ortsstellenleiter Burkhard Wendel und seinem Team. 

Drelmann betonte in seiner Rede, dass unter Burkhsrds Leitung die Ortsstelle Fröndenberg täglich beweise, was „Logistik des Herzens“ im ländlichen Raum bedeutet. Ob legendäre Wanderungen, Grillnachmittage oder perfekt organisierte Mehrtagesfahrten – all dies werde komplett im Ehrenamt gestemmt und schenke den Mitgliedern Lebensfreude in einer sich rasant verändernden, zunehmend digitaleren Welt.

Dass die Wahl des Veranstaltungsortes auf die historische Kettenfabrik fiel, war kein Zufall, sondern symbolisierte die tiefe Verwurzelung der Region im industriellen Aufbruch. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Fröndenberg zur weltbekannten „Stadt der Ketten“, in der schwere Schiffs-, Anker- und Bergbauketten gefertigt wurden. Handwerkliche Präzision, harter Takt und eiserner Zusammenhalt prägten damals die Belegschaften – Werte, die auch die Eisenbahnerfamilie und somit die Stiftungsfamilie bis heute einen.

Gleichzeitig blickt Fröndenberg auf eine stolze Tradition als bedeutender Eisenbahnstandort zurück. Mit der Eröffnung der Strecken im späten 19. Jahrhundert und der Anbindung der Hönnetalbahn sowie der Strecke nach Unna wurde Fröndenberg zum zentralen Kreuzungs- und Umsteigebahnhof zwischen dem Ruhrgebiet und dem Sauerland. Die Mitarbeitenden des einstigen Bahnbetriebswerkes hielten die Dampflokomotiven am Laufen und machten die Stadt zu einer echten Heimat für Generationen von Eisenbahnerfamilien.

Die Eisenbahn bestand nie nur aus Stahl und Fahrplänen, betonte Drelmann, sondern von den Menschen, die sie bewegen. Genau für diese Menschen biete das BSW Fröndenberg seit über einem Jahrhundert den sicheren Hafen. Der Geist dieser starken Gemeinschaft müsse nun weitergetragen werden, um auch die nachfolgenden Generationen von Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern für diesen unschätzbaren Wert des Füreinander-Einstehens zu begeistern, so Drelmann abschließend. 

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