Klarer Sieg für EVG bei DB Aufsichtsratswahlen
Die EVG hat auch die zweite Runde der Aufsichtsratswahl bei der Deutschen Bahn klar gewonnen. Künftig besetzt die EVG 54 der 64 Aufsichtsratsmandate auf Arbeitnehmerseite. Insgesamt haben wir in den Aufsichtsräten aller DB-Unternehmen 86 % der Mandate erzielt.

„Damit haben die Mitarbeiter der Deutschen Bahn auch ein starkes Votum gegen die Zerschlagung der Bahn abgegeben“, so der EVG-Vorsitzende Martin Burkert.
„Denn die EVG ist die einzige Gewerkschaft, die sich den Rufen nach der Bahn-Zerschlagung widersetzt. Eigentümer und Arbeitgeber können sich jetzt auf zwei Dinge einstellen: Wir werden knallhart kontrollieren und wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen."
Bilder von den Delegiertenwahlen
Erste Runde der Wahlen ging klar an die EVG
Die EVG konnte in der ersten Runde der Aufsichtsratswahlen im DB-Konzern ihre Stellung bei der Ur- und Delegiertenwahl weiter ausbauen. Eine klare Bestätigung unserer Positionen: gegen die Trennung von Netz und Betrieb und für den Zusammenhalt der Eisenbahnerfamilie.
Die EVG steht für:
DEN ERHALT DES INTEGRIERTEN KONZERNS: Die EVG ist die einzige Eisenbahngewerkschaft, die sich klar gegen die Zerschlagung der Deutschen Bahn positioniert. Es geht um Arbeitsplatzsicherheit und die Zukunft des Konzerns. Dafür kämpfen wir auf allen Ebenen – auch in den Aufsichtsräten.
DIE SICHERUNG VON ARBEIT: Unter dem Deckmantel von Sparzwang und Transformation werden immer weniger Leistungen innerhalb des Konzerns vergeben. Stattdessen werden sie auf dem freien Markt ausgeschrieben. Die EVG steht dafür ein, dass mitbestimmte Arbeit mit guten Tarifverträgen im Konzern der Deutschen Bahn erhalten bleibt. Dafür setzen wir uns auch in den Aufsichtsräten ein.
MEHR PERSONAL: Wo man hinguckt im Konzern: Der Personalbedarf ist auf Kante genäht. Doch Überstunden und Belastungen steigen immer weiter an, Fluktuation und Unzufriedenheit wachsen. Und dann sorgen Aussagen zu Sparvorhaben und Sanierungsplänen für eine massive Verunsicherung. Die EVG legt den Finger in die Wunde und kämpft dafür, dass die Fachkräftegewinnung auch in Zeiten von Sparzwang und Kostendruck nicht unter die Räder kommt.
FÜR MEHR ZUKUNFTSINVESTITIONEN: Wir Eisenbahner:innen wissen, dass es im System Schiene an allen Ecken und Enden knirscht. Schuld daran sind vor allem jahrelanger Sparzwang, aber auch Managementverschulden. Die EVG macht gegenüber dem Eigentümer und der Öffentlichkeit Druck, damit die Schiene langfristig und auskömmlich finanziert wird.
DIE EINHEIT ALLER EISENBAHNERINNEN UND EISENBAHNER: Spaltung und Anfeindungen dürfen in der Eisenbahnerfamilie keinen Platz haben. Nur gemeinsam können wir uns gegen die Angriffe wehren. Die EVG steht für mehr Miteinander und für mehr Respekt gegenüber allen Eisenbahner:innen!
Was ist ein Aufsichtsrat und wie wird er gewählt?
Um die Interessenvertretung wahrzunehmen
Mitbestimmung bei Entscheidungen: Arbeitnehmende haben durch ihre Vertreter im Aufsichtsrat direkten Einfluss auf wichtige Unternehmensentscheidungen, die ihre Arbeitsbedingungen, Entlohnung und Arbeitsplatzsicherheit betreffen.
Schutz vor einseitigen Entscheidungen: Ein mitbestimmter Aufsichtsrat kann verhindern, dass Entscheidungen ausschließlich aus Sicht der Kapitalgeber getroffen werden, die möglicherweise nachteilig für die Beschäftigten wären.
Um für Transparenz und Kontrolle zu sorgen
Bessere Informationslage: Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat erhalten Zugang zu umfangreichen Informationen über die Geschäftsentwicklung und strategische Planungen des Unternehmens. Dies führt zu mehr Transparenz.
Kontrolle der Unternehmensführung: Durch die Mitbestimmung können Arbeitnehmende die Geschäftsführung überwachen und zur Rechenschaft ziehen, was zu einer verantwortungsvolleren Unternehmensführung führt.
Um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern
Einfluss auf Personalpolitik: Arbeitnehmervertreter können sich für bessere Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung, Weiterbildungsmöglichkeiten und Gesundheitsmaßnahmen einsetzen.
Soziale Verantwortung: Ein mitbestimmter Aufsichtsrat fördert oft eine stärkere Berücksichtigung sozialer Aspekte, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Arbeitsschutz und die Integration von benachteiligten Gruppen.
Um Einfluss auf langfristige Unternehmensziele zu nehmen
Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit: Arbeitnehmervertreter können dazu beitragen, dass das Unternehmen langfristige Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung verfolgt, anstatt nur kurzfristige Gewinne zu maximieren.
Stabilität und Kontinuität: Entscheidungen, die im Einklang mit den Interessen der Beschäftigten getroffen werden, können zu mehr Stabilität und einer höheren Zufriedenheit der Belegschaft führen.
Um Probleme frühzeitig zu erkennen und Krisenprävention zu betreiben
Frühzeitige Erkennung von Problemen: Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat können frühzeitig auf Probleme und Missstände aufmerksam machen, bevor sie zu größeren Krisen führen.
Gemeinsame Lösungsfindung: In Krisenzeiten können Arbeitnehmervertreter konstruktiv an der Erarbeitung von Lösungen und Umstrukturierungsmaßnahmen mitarbeiten, um Arbeitsplätze zu sichern und negative Auswirkungen zu minimieren.
Für eine demokratische Unternehmenskultur
Stärkung der Demokratie im Betrieb: Die Mitbestimmung im Aufsichtsrat fördert eine demokratische Unternehmenskultur, in der die Meinungen und Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt und respektiert werden.
Motivation und Engagement: Wenn Arbeitnehmende das Gefühl haben, dass ihre Stimme gehört wird und sie Einfluss auf die Unternehmensführung haben, steigt ihre Motivation und ihr Engagement für das Unternehmen.





































