NRW-Verkehrsminister Krischer bei EVG-Sicherheitskonferenz
Die Sicherheit von Beschäftigten im Verkehrssektor steht zunehmend im Fokus der öffentlichen Debatte. Gewalt und Bedrohungen im Arbeitsalltag sind für viele Beschäftigte Realität.
Die Sicherheit von Beschäftigten im Verkehrssektor steht zunehmend im Fokus der öffentlichen Debatte. Gewalt und Bedrohungen im Arbeitsalltag sind für viele Beschäftigte Realität.
Angesichts der zunehmenden Gewalt bei Bus und Bahn drohen eklatante Folgen für die Fahrgäste. Knapp ein Drittel der Beschäftigten spielt mittlerweile mit dem Gedanken, den Beruf zu wechseln. Das ist eines der Ergebnisse der jüngsten Sicherheitsumfrage der EVG. Setzen sie diesen Gedanken um, würden zwangsläufig Züge wegen Personalmangel stehen bleiben. Einen solchen „Aderlass“ könnte kein Unternehmen kurzfristig kompensieren.
Rund 400 Expertinnen und Experten unterschiedlichster Nahverkehrsunternehmen waren der Adressat der von der EVG initiierten Petition für mehr Sicherheit bei Bus und Bahn. Anlässlich des Branchentreffs des Bundesverbands SchienenNahverkehr (ehemals Bundesarbeitsgemeinschaft SPNV) in Fulda wies die EVG vor Ort noch einmal nachdrücklich auf ihre Forderungen hin.
Der 2. Februar 2026 stellt für uns eine Zäsur dar: an diesem Tag wurde unser Kollege Serkan Çalar im Rahmen einer Fahrscheinkontrolle Regionalzug RE 4131 (Heidelberg–Koblenz) so brutal angegriffen, dass er später seinen schweren Verletzungen erlag.
Noch bis Ende Januar läuft unsere aktuelle Sicherheitsumfrage. Wenn du im Dezember 2025 eine E-Mail mit einem persönlichen Passwort erhalten hast, kannst du noch bis Ende Januar 2026 an der Umfrage teilnehmen.
Wir wollen mehr Sicherheit - deshalb geht unsere Sicherheitsumfrage in die zweite Runde. Diesmal stellen wir alle Kolleginnen und Kollegen mit Kundenkontakt in den Fokus.
Ab November steigt dein Entgelt um 2 %. Das ist nur eine der Verbesserungen unserer gemeinsamen NE-Tarifrunde 2024. Insgesamt gibt es über die gesamte Laufzeit 6,1 % mehr Geld.
Im Nachhinein kann man sagen, dass „Bessere Zusammenarbeit für eine bessere Bahn!“ ein passendes Motto für die gemeinsame große Sitzung der zentralen Fachgruppen Nahverkehr und NE-Bahnen der EVG gewesen wäre. Denn nach vier gemeinsamen Tagen in Eisenach traten über 30 Kolleginnen und Kollegen mit dieser Erkenntnis die Heimreise an.
Der Arbeitgeber möchte Katz und Maus mit den Eisenbahner:innen spielen. Bei den Verhandlungen im November hieß es, dass der Juli als Auszahlungstermin für die Entgelterhöhungen im Jahr 2025 und 2026 vorgesehen ist. So steht es im gemeinsamen Ergebnisprotokoll.
Mehr Geld, offener Betrag der Inflationsausgleichsprämie & mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit: Nach drei intensiven Verhandlungsrunden und zusätzlichen Sondierungsgesprächen haben sich heute unsere Tarifkommission und die Arbeitgeber, nach harten Verhandlungen, auf einen Tarifabschluss geeinigt.