27.01.2012
Der Streit um den Personal-Kahlschlag bei Vodafone geht in eine neue Runde. Mit scheinbar gekonnten Tricks versucht das Management Tempo zu machen. Die Verantwortlichen wollen den Gesamtbetriebsrat drängen, nun doch eine Einigungsstelle einzurichten. Deshalb hatte das Management auch die Verhandlungen zum Interessenausgleich platzen lassen.
Offenbar erhofft sich die Arbeitgeberseite davon höheres Tempo für ihre Pläne, über 600 Stellen zu streichen. Wollte Vodafone die Einigungsstelle nämlich gerichtlich erzwingen, gingen dafür mehrere Monate ins Land. Der GBR hatte jedoch völlig richtig erklärt, dass die Verhandlungen aus seiner Sicht überhaupt nicht gescheitert waren. Deshalb sollte sich Vodafone endlich zu vernünftigen Verhandlungen durchringen. Die IG Metall hatte zuletzt verlangt, dass bei einem möglichen Outsourcing tarifliche Absicherungen für die Beschäftigten beim neuen Betreiber geschaffen werden. Dies wird von der EVG ausdrücklich unterstützt. Das Taktieren der Arbeitgeber jedoch muss endlich ein Ende haben. Unser Ziel bleibt die Absicherung der Arbeitsplätze und der sozialen Standards dieser Jobs.