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26.01.2012

RBO: "Auftaktangebot" unzureichend
 

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft machte zu Beginn der Verhandlungen zur Einkommensrunde 2012 bei der Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) klar, dass die Beschäftigten eine deutliche Reallohnsteigerung erwarten. Die Arbeitgeberseite unterbreitete zum Auftakt der Einkommensrunde 2012 ein "Gesamtpaket" mit einer langen Laufzeit von 30 Monaten. Das "Angebot" beinhaltet:

  • Einführung 40-Stunden-Woche befristet für drei Jahre (Januar 2012 bis Dezember 2014) ohne vollen tabellenwirksamen Entgeltausgleich, stattdessen pro Jahr 500 Euro Einmalzahlung als Ausgleich (entspricht ca. 47 Prozent Teillohnausgleich)

    Bedingung: Ausgleichszahlung unter Vorbehalt der Erfolgsabhängigkeit – Zahlung nur bei positivem Geschäftsergebnis

    Auswirkungen: Durch Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden (monatlich 167 Stunden) auf 40 Stunden (monatlich 174 Stunden) verringert sich der Stundenlohn zum Beispiel wie folgt:

    Busfahrer Lohngruppe IV letzte Stufe bei 167 Stunden
    2090,38 Euro Monatslohn (brutto) = 12,52 Stundenlohn

    Busfahrer Lohngruppe IV letzte Stufe bei 174 Stunden
    2090,38 Euro Monatslohn (brutto) = 12,01 Stundenlohn
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,1 Prozent ab 1. Januar 2013 mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2014
    Einmalzahlung: 420 Euro für Januar bis Dezember 2012
  • Weitergeltung 156 Euro Erholungsbeihilfe für 2012 und 2013 unter folgender Bedingung:
    Verzicht auf Bezahlung von 12 Stunden pro Jahr für alle Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung, unter anderem nach Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz
    Für Arbeitnehmer mit Einstellung nach 30. November 1997 je einen zusätzlichen Urlaubstag für die Jahre 2013 und 2014
  • Einführung abgesenktes Tarifniveau auf Basis des privaten Omnibusgewerbes ab Juli 2012:
    Soll für alle zukünftigen Neueinstellungen und Arbeitnehmer, die ab diesem Zeitpunkt von einem befristeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden, gelten

Die Mitglieder der Tarifkommission werden im Vorfeld der nächsten Verhandlung mit den EVG-Mitgliedern das „Angebot“ diskutieren, besonders zum Thema Arbeitszeitverlängerung.

Die nächste Verhandlungsrunde ist am 7. März 2012