26.01.2012

Ralf Damde
Auch im Saarland gibt es jetzt einen EVG-Landesverband. Zum Vorsitzenden der fast 4.000 EVG-Mitglieder an der Saar wurde Ralf Damde gewählt. Seine Stellvertreter sind Thorsten Hauser und Rüdiger Rupp. Wir werden uns einmischen, so Ralf Damde auf der Gründungskonferenz, und zwar in landespolitische Fragen und in bahnpolitische Fragen. Das verspreche ich.
Es sei eine richtige Entscheidung gewesen, die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft zu gründen und die gewerkschaftliche Arbeit noch stärker auf die Interessen der Mitglieder auszurichten, so Damde weiter. Im vergangenen Jahr konnten an der Saar bereits zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden. Damde mahnte aber auch mehr Engagement der Politik und der Deutschen Bahn für den Bahnstandort Saarland an.
In dieselbe Kerbe schlugen auch die Gastredner: Gaby Schäfer (Staatssekretärin aus dem Landesarbeitsministerium) und Eugen Roth (DGB-Regionsvorsitzender). Die Anbindung des Saarlandes an den Fernverkehr und den internationalen Verkehr müsse dringend verbessert werden. Das ist für das Bundesland essenziell, so Eugen Roth. Beide würdigten die Gründung des Landesverbandes als einen wichtigen Beitrag für die Vertretung von Arbeitnehmerinteressen.
Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner griff die aktuelle politische Situation in dem Bundesland auf. Der Gründungskongress fand an demselben Tag statt, an dem der Landtag den Weg für Neuwahlen freimachte. Wählen gehen ist jetzt die wichtigste Forderung an die Saarländer, so Kirchner. Wer nicht wählt, verschenkt seine Chance, mitzubestimmen. Er kündigte an, dass sich die EVG in den Wahlkampf einmischen werde. Die Finanzierung der Schieneninfrastruktur ist eine der wichtigsten Fragen in diesem Jahr. Und sie ist nicht nur Bundesangelegenheit, sie ist auch Ländersache. Dasselbe gelte für den Gigaliner-Feldversuch. Ob man da als Bundesland mitmacht, wird nicht in Berlin entschieden, sondern in den Landeshauptstädten.