23.01.2012
In die Auseinandersetzung mit Vodafone kommt Bewegung: Das Unternehmen ist offenbar zu ernsthaften Gesprächen mit den Betriebsräten über Outsourcing und Personalabbau bereit. Das kündigte ein führender Manager auf einer Betriebsversammlung in Essen an.
Dieser Standort ist -neben Eschborn- von massivem Personalabbau bedroht. Über 600 Stellen sollen gestrichen werden. Bislang hatte sich die Unternehmensführung kategorisch geweigert, ernsthaft mit den Betriebsräten zu verhandeln.
Selbst bei Vodafone wäre dies ein Tabubruch gewesen. Die betrieblichen Interessenvertreter und ihre Gewerkschaften EVG und IG Metall fordern tarifvertraglich abgesicherte und sozialverträgliche Arbeitsbedingungen bei einem möglichen Betriebsübergang zu Arvato. Die Bertelsmann-Tochter soll zahlreiche Leistungen vom Essener Vodafone-Standort übernehmen.