30.08.2011
Die Mitarbeiter und Arbeitnehmervertreter von Vodafone D2 befürchten einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen im Unternehmen. Nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, plant das Unternehmen ganz offensichtlich einen groß angelegten Stellenabbau, möglicherweise sogar die Aufgabe einzelner Standorte. Auch über die Ausgliederung wesentlicher Betriebsteile werde wohl nachgedacht.
„Uns sind zwei Projekte unter den Decknamen Baltrum und Borkum bekannt, die weitgehend abgeschlossen scheinen“, macht der EVG-Vize deutlich. Danach könnte künftig so gut wie jede vierte Stelle wegfallen. Hintergrund dürften die zunehmenden Gewinneinbrüche im Mobilfunkmarkt sein.
„Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass die Arbeitnehmervertretung in die entsprechenden Überlegungen bislang nicht einbezogen wurde“, kritisiert Hommel und kündigte an, dass die EVG- Betriebsräte in der Frage eines möglichen Personalabbaus entschiedenen Widerstand leisten würden. „Wir fordern die Unternehmensleitung auf, umgehend deutlich zu machen, was an den Standorten Essen und Eschborn geschehen soll“, so der EVG-Vize.
Wer im eigenen Unternehmen fortwährend Transparenz, Offenheit und faire Kommunikation propagiere, dürfe keine Geheimpolitik betreiben. Die augenblickliche Vorgehensweise zeuge nicht von Wertschätzung der erfolgreichen Arbeit der Mitarbeiter. „Dagegen werden wir uns wehren“, so Hommel.