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24.11.2011

EVG Gewerkschaftstag: „Überall da, wo wir geschlossen aufgetreten sind, waren wir auch erfolgreich“
 

Fragen zur Zukunft der Beschäftigung standen im Mittelpunkt des ersten so genannten Kleinen Gewerkschaftstages der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Aufgabe der Delegierten war es unter anderem, sechs so genannte Thementage zu beschließen, mit denen die EVG in den Betrieben wieder eine besondere Identifikationsplattform schaffen will. Zudem wurde über den Entwurf eines Grundsatzprogramms diskutiert, das auf dem nächsten Gewerkschaftstag in Berlin verabschiedet werden soll.

Gut 400 Delegierte waren am Donnerstag, den 24. November 2011, nach Fulda gekommen, an den Ort, an dem sich vor gut einem Jahr die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft zusammengeschlossen hatten. "Schon heute können wir eine positive Bilanz ziehen", machte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner deutlich. "Überall da, wo wir geschlossen aufgetreten sind, waren wir auch erfolgreich", stellte er unter dem Beifall der Delegierten fest.

"Uns ist der direkte Kontakt zum Mitglied ganz wichtig", machte Alexander Kirchner deutlich. Gerade dieser zeichne die EVG aus und würde von den Beschäftigten anerkannt. Ein Beispiel dafür seien die jährlich wiederkehrenden Thementage, die den Beschäftigten eine willkommene Möglichkeit böten, ihre Arbeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Einer dieser Tage wird im nächsten Jahr die Probleme von "Mitarbeitern mit Migrationshintergrund" aufgreifen, ein anderer sich mit der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in der Instandhaltung und Instandsetzung auseinandersetzen. Der vom ständigen Ausschreibungsdruck geprägte Busbereich und die Frage von "Sicherheit und Service" im Personenverkehr sind weitere Themen, mit denen sich die EVG beschäftigen wird. Hinzu kommt der "Tag für die Mitarbeiter im internationalen Güterverkehr" und ein "Tag der Jugend".

"Dieser konstruktive Ansatz unserer Gewerkschaftsarbeit überzeugt die Beschäftigten", machte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner deutlich. Erste Erfolge gäbe es bereits: Im Bereich der aktiven Mitglieder verzeichne die EVG wieder mehr Eintritte als Austritte.