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06.10.2011

Vodafone D2: Arbeitsminister Schneider informiert sich vor Ort - erneut Protest gegen Kahlschlag
 

Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider wird sich am Freitag (7. Oktober) vor Ort ein Bild vom geplanten Stellenabbau bei Vodafone machen. Anschließend wird er auf einer Kundgebung zu den Beschäftigten sprechen. In Essen sollen rund 600 Vodafone-Beschäftigte outsourced werden, weiteren 130 sollen Ersatz-Arbeitsplätze in Halle/Saale angeboten werden.

Der Protest gegen den geplanten Stellenabbau bei Vodafone D2 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalens erreicht. Arbeitsminister Guntram Schneider wird am Freitag (7. Oktober) auf einer Kundgebung zu den Beschäftigten sprechen. Zuvor wird er an einer Betriebsratssitzung in Essen teilnehmen. „Wir begrüßen, dass der Arbeitsminister sich aus erster Hand über die Sorgen und Befürchtungen der Beschäftigten informiert“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der EVG, Klaus-Dieter Hommel. Nach Informationen der Gewerkschaften EVG und IG Metall sollen rund 600 Vodafone-Beschäftigte am Standort Essen an zwei externe Dienstleister outsourced werden. Weiteren 130 Beschäftigten sollen offenbar Arbeitsplätze in Halle/Saale angeboten werden. „Die Geschäftsführung spekuliert darauf, dass viele dieses Angebot nicht annehmen können. Wir nennen das eine kalte Kündigung“, so Hommel. Die Gewerkschaften kritisieren auch, dass die Betriebsräte nicht über die Pläne informiert werden. „Von dem Besuch von Guntram Schneider erwarten wir auch ein klares Signal in Richtung Vodafone-Geschäftsführung: So geht man mit Menschen nicht um“, unterstrich der Vize-Chef der EVG.

Hinweis an die Redaktionen: Am Freitag (7. Oktober) um 13 Uhr beginnt vor der Vodafone-Zentrale ein Protestzug der Beschäftigten zum Willy-Brandt-Platz. Dort findet eine Kundgebung statt, auf der Guntram Schneider sprechen wird.