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16.09.2011

Vodafone D2: 500 Mitarbeiter nutzen "Politische Mittagspause zum lautstarken Protest"
 

Rund 500 Beschäftigte von Vodafone D2 haben heute, im Rahmen einer verlängerten Mittagspause, gegen Pläne der Unternehmensleitung protestiert, den Kundenservice an einen externen Dienstleister im tariflich ungeregelten Billiglohnbereich auszulagern. In einem eindrucksvollen Demonstrationszug marschierten die Vodafone-Mitarbeiter von ihrem Betrieb aus lautstark durch die Essener Innenstadt.

Auf der sich anschließenden Kundgebung erklärten zahlreiche politische Mandatsträger der Stadt Essen, der DGB Region Essen, sowie eine Vielzahl von Betriebsräten aus benachbarten Großbetrieben - wie zum Beispiel Opel in Bochum und der DB AG - ihre Solidarität mit den um ihre Arbeitsplätze kämpfenden Kolleginnen und Kollegen. Der Vertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Johannes Kuipers, und die Vertreterin der IG Metall, Sabine Bube, brandmarkten das Verhalten des Unternehmens als ungeheuerlich. So seien die Betriebsräte in der Frage der Arbeitsplatzverlagerung bis heute nicht ordnungsgemäß beteiligt worden.

Aufgerufen zu der Aktion Politische Mittagspause hatten die EVG sowie die IG Metall. Beide Gewerkschaften wollen es nicht hinnehmen, dass Vodafone D2 den gesamten Standort Essen aufgeben will. Zahlreiche Beschäftigte brachten in deutlichen Wortbeiträgen ihre Betroffenheit zum Ausdruck. Sie forderten die Gewerkschaften auf, einen Sozialtarifvertrag bei dem Unternehmen durchzusetzen.

Diese heutige Protestaktion wird nur ein Auftakt sein, machte Jürgen Hoffmann, Gewerkschaftssekrertär der EVG, bei seiner Begrüßung der Kolleginnen und Kollegen in Essen deutlich. Bereits am kommenden Montag werden heimische Landtagsabgeordnete von den Gewerkschaften und den Betriebsräten über die Situation im Vodafone-Betrieb in Essen informiert.