02.09.2011
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Geschäftsführung von Vodafone aufgefordert, ihre jetzt bekannt gewordenen Pläne umgehend zu stoppen. Auf kurzfristig einberufenen Betriebsversammlungen an den Standorten Essen und Eschborn machten Vertreter der EVG am Freitag, den 2. September 2011, deutlich, dass man dem vorgegebenen Stellenabbau auf keinen Fall zustimmen werde.
„Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen sind wütend und fassungslos, wie mit ihnen umgegangen werden soll“, machte der stellvertretende Vorsitzende der EVG, Klaus-Dieter Hommel, deutlich. „Das Management vermutet lediglich, dass durch die Einführung der neuen Breitbandtechnologien LTE eine erhebliche Zahl an Mitarbeitern entbehrlich werden könnte und schon sollen diese ihren Arbeitsplatz verlieren – so kann man mit Menschen, die ihre Arbeit immer ordentlich und mit Engagement erbracht haben, einfach nicht umgehen“, kritisierte er. „Hier geht es um persönliche Schicksale und nicht einfach nur um Kostenstellen“, so Hommel.
Die EVG erwartet, dass die Geschäftsführung von Vodafone ernsthaft Alternativen zum propagierten Stellenabbau prüft, sofern dieser überhaupt erforderlich ist. „Wir haben so unsere Zweifel, dass die Kunden den Schwenk zu LTE so mitmachen, wie sich das Management das wünscht“, machte der EVG-Vize deutlich. Der Erfolg eines Dienstleisters hänge immer noch wesentlich vom Service ab, den dieser biete. Und daran lege die Geschäftsführung von Vodafone gerade Hand an. Das werde sich mittelfristig nicht auszahlen.
In den außerordentlichen Betriebsversammlungen, sowohl in Essen, wie auch in Eschborn, sei deutlich geworden, dass die betroffenen Kolleginnen und Kollegen um ihre Arbeitsplätze kämpfen werden. Vielen sei gerade jetzt deutlich geworden, wie wichtig die Unterstützung einer Gewerkschaft sein kann, machte ein Vertreter der EVG deutlich. „Solidarität wird wieder ganz groß geschrieben“, hieß es. Gemeinsam werde man deshalb in den nächsten Tagen weitere Aktionen gegen den geplanten Stellenabbau vorbereiten.