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17.08.2011

Deutsche Bahn: Jahrelanger Stellenabbau sorgt für Mitarbeiter-Frust - Mehr Personal nötig
 

Jahrelanger Personalabbau ist ein Hauptgrund für den Frust vieler Mitarbeiter bei der DB. Darauf weist die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hin. Der Aderlass an Mitarbeitern führt zur Überlastung der Beschäftigten. Daraus entwickelt sich eine ganze Kette von Problemen. Die EVG verlangt deshalb mehrere Maßnahmen: Dazu gehören mehr Personal und eine Verdoppelung der Einstellungszahlen.

Der Personalabbau der zurückliegenden Jahre bei der Deutschen Bahn AG ist nach Auffassung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft eine zentrale Ursache für den Frust vieler Mitarbeiter in dem Konzern. „Es wurde jahrelang viel zu stark an der Personalschraube gedreht“, erklärte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Es sei dem Management zu sehr um Erfolge in den Wirtschaftszahlen gegangen. Eine perspektivische Planung, die den Anforderung der Zukunft gerecht werde, habe zu wenig stattgefunden.

Aus dieser Situation heraus „entwickelt sich eine ganze Kette von Problemen“, betonte Kirchner. Der Stellenabbau habe zu einem notorischen Personalunterbestand geführt, dieser wiederum führe zur Überlastung der vorhandenen Beschäftigten. Ergebnis sei „hohe Frustration“. Die Probleme zögen sich durch alle Bereiche der DB AG. Auf allen Ebenen seien viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „am Ende ihrer Kräfte“. Eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf „findet praktisch nicht statt“. Die Deutsche Bahn sei im Vergleich zu früheren Jahren „kein attraktiver Arbeitgeber mehr“.

Abhilfe können nach Auffassung der EVG nur „verbindliche kurzfristige Maßnahmen“ schaffen. „Es muss schlichtweg mehr Personal eingestellt werden“, verlangte der Vorsitzende der Gewerkschaft. Ein kurzfristiges Budgetdenken müsse dem Handeln in Bezug auf den demografischen Wandel weichen. Hierzu zähle auch, „dass die Einstellungszahlen verdoppelt werden müssen“.