Newsticker:
21.07.2011

DB Schenker Rail: EVG fordert Runden Tisch für neues Personalkonzept
 

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will mit einem Runden Tisch die Personalprobleme bei Schenker Rail lösen. Die Probleme müssten analysiert und darauf aufbauend ein wachstumsorientiertes Personalkonzept entwickelt werden. Derzeit fehlten zahlreiche Beschäftigte bei dem Unternehmen. An einem Runden Tisch könne auch das Thema demografischer Wandel angegangen werden.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert einen Runden Tisch, um die aktuellen Personalprobleme bei DB Schenker Rail zu lösen. „Die personelle Situation muss konkret und ungeschönt analysiert werden“, sagte EVG-Vorstandsmitglied Martin Burkert. „Und darauf aufbauend brauchen wir ein Personalkonzept, das auf Wachstum angelegt ist. Dafür bieten wir unsere Mitarbeit an, wir fordern aber auch ein, beteiligt zu werden.“

An diesem Runden Tisch sollten die Gewerkschaft und die Betriebsräte teilnehmen. „Die Beteiligung der Arbeitnehmervertreter ist zwingend, weil sie am besten wissen, wo es personalpolitisch brennt und wie man Abhilfe schaffen kann.“ Der Aktionstag Güterverkehr der EVG Mitte Juli habe gezeigt, „dass an allen Ecken und Enden Personal fehlt – Lokführer, Wagenmeister, Rangierer, Disponenten.“ Hintergrund sei zum einen das deutlich anziehende Transportgeschäft in Folge der guten Konjunktur, aber auch eine über Jahre verfehlte Personalplanung.

Das vorgeschlagene Verfahren biete auch Ansatzpunkte, weitere personalpolitische Themen anzusprechen, „die den Beschäftigten auf den Nägeln brennen“, so Burkert weiter. Er nannte in erster Linie die Nachwuchsgewinnung und generell den demografischen Wandel. „Wir begrüßen es, dass der DB-Konzern anfängt, sich aktiv mit dem demografischen Wandel auseinanderzusetzen. Angesichts dessen, dass das Durchschnittsalter in wichtigen Teilbereichen des Güterverkehrs über 50 Jahre liegt, ist das auch höchste Zeit.“