12.04.2011
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert einen „schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie“. Ein entsprechendes Positionspapier hat die Gewerkschaft in Fulda verabschiedet. Die EVG verlangt ein völlig neues Energiekonzept, das auf Energieeffizienz und den konsequenten Ausbau erneuerbarer Quellen setzt. Teil dieses Gesamtkonzeptes müsse ein sofortiges Umsteuern zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik sein.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) spricht sich für einen „schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie“ aus. Die jetzt vorübergehend abgeschalteten Atomkraftwerke dürften nicht wieder ans Netz gehen, auch alle anderen seien „schnellstmöglich abzuschalten“, heißt es in einem, Positionspapier, das das zentrale Gremium der Gewerkschaft am Dienstag (12. April) in Fulda verabschiedet hat. Die EVG fordert die Bundesregierung auf, ein umfassendes Energiekonzept zu entwickeln. „Energieeffizienz und Energiesparen stehen dabei im Vordergrund.“
Für einen Übergangszeitraum sei es notwendig, auf fossile Energieträger zu setzen, heißt es in dem Papier weiter. Schrittweise müsse aber der Ausstieg aus allen „umwelt- und klimaschädlichen Energiequellen“ angestrebt werden. Die Erforschung und Entwicklung alternativer Energien müsse vorangetrieben werden, um auch den Industriestandort Deutschland zu stärken.
Als Teil dieses Gesamtkonzeptes fordert die EVG insbesondere ein „sofortiges Umsteuern zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik. Das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn muss jetzt massiv gestärkt werden.“ Die Investitionen in die Schiene müssten deutlich verstärkt werden. „Nur so werden Klimaschutzziele erreicht.“ In diesem Zusammenhang spricht sich die EVG auch gegen die vorgesehenen Finanzierungskreisläufe für einzelne Verkehrsträger aus. „So wird keine Kostenwahrheit geschaffen.“ Insbesondere müssten den Verkehrsträgern endlich die externen Kosten angerechnet werden.
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