21.03.2011
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert weitere Anstrengungen für die Sicherheit im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV). Dies müsse für Beschäftigte und für Kunden gleichermaßen gelten. Sicherheit lasse sich nur durch stärkere Präsenz von Kundenbetreuern in den Zügen erreichen, was gleichzeitig besseren Service bedeute. Die EVG wird am Dienstag (22. März) mit Aktionen auf die Problematik und auf ihre Forderungen aufmerksam machen. An großen Bahnhöfen werden EVG-Mitglieder Flugblätter und Brötchen an die Reisenden verteilen.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert weitere Anstrengungen für Sicherheit im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV). "Nach allem, was wir hören, sind die Übergriffe auf Bahnbeschäftigte im letzten Jahr zwar zurückgegangen", sagte EVG-Vorstandsmitglied Reiner Bieck. "Wir führen das auch darauf zurück, dass wir als Gewerkschaft bei den Verantwortlichen die Sensibilität für dieses Problem geweckt haben. Deswegen dürfen wir mit unseren Anstrengungen aber nicht nachlassen. Jeder gewalttätige Übergriff ist einer zuviel." Die EVG verlangt, dass in allen Zügen Kundenbetreuer eingesetzt werden. Dies verbessert Service und Sicherheit gleichermaßen.
Die Gewerkschaft wird am Dienstag (22. März) mit Aktionen auf die Problematik und auf ihre Forderungen aufmerksam machen. An Bahnhöfen in ganz Deutschland werden EVG-Mitglieder Flugblätter und Brötchen an die Reisenden verteilen. "Wir wollen, dass Kunden und Beschäftigte sicher und gut ankommen", so Bieck. Die Gewerkschaft verlangt eine ausreichende Besetzung aller Züge mit Kundenbetreuern, Deeskalationstrainings für die Beschäftigten sowie eine bessere Nachsorge für Mitarbeiter, die Opfer von Übergriffen geworden sind.
"Im Rahmen unseres Aktionstages wollen wir aber auch auf die tarifliche Situation in der Branche aufmerksam machen", so Bieck weiter. Mit dem Branchentarifvertrag für den SPNV habe die Gewerkschaft Lohn- und Sozialdumping für die Zukunft ausgeschlossen. "Dieser Tarifvertrag kommt mehr und mehr zur Anwendung, während andere mit ihren Tarifkonflikten auf der Stelle treten." Bieck forderte die Bundesländer auf, den Branchentarifvertrag der EVG bei künftigen Ausschreibungen als repräsentativ zugrunde zu legen.