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23.02.2011

Leiharbeit: EVG fordert gleiche Bezahlung von Leiharbeit ab dem ersten Tag
 

Der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, hat das im Vermittlungsausschuss erzielte Ergebnis zur Leiharbeit als „unzureichend“ bezeichnet. „Den als Leiharbeitern Beschäftigten ist nur wenig geholfen, wenn ihr Mindestlohn künftig im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt wird, die Höhe der Entlohnung aber immer noch nicht unseren Forderungen entspricht“, machte er deutlich.

Nach Maßgabe der EVG müssten Leiharbeiter und festangestellte Mitarbeiter finanziell gleich gestellt werden. „Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum ein Leiharbeiter, der die gleiche Arbeit wie ein Festangestellter versieht, über Wochen, Monate oder gar Jahre niedriger bezahlt wird“, sagte er. „Wir fordern equal pay von Anfang an“, so Hommel.

Nach Aussage des stellvertretenden EVG-Vorsitzenden beschäftigt die DB AG derzeit rund 4.000 Zeitarbeiter, von denen gut die Hälfte aus dem konzerneigenen Unternehmen „DB-Zeitarbeit“ stammt. Damit liegt die Quote der Leiharbeitnehmer im DB-Konzern bei rund 5 Prozent. Allerdings gibt es auch Bereiche – etwa in der Fahrzeuginstandhaltung oder bei DB Dialog – in denen 15 Prozent und mehr der Beschäftigten Leiharbeiter sind.

„Insgesamt müssen wir feststellen, dass immer häufiger Zeitarbeitsfirmen damit beauftragt werden, Personalengpässe bei der Deutschen Bahn zu überbrücken“, kritisierte Hommel. Diese Entwicklung gehe in die falsche Richtung. Ziel müsse es sein, den Bedarf vornehmlich aus dem bahneigenen Arbeitsmarkt zu bedienen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hat die Beschäftigten am bundesweiten Aktionstag des DGB zum Thema Leiharbeit nach München eingeladen. Dort wird der stellvertretende Vorsitzende der EVG, Klaus-Dieter Hommel, am Donnerstag, den 24. Februar 20011, mit Betroffenen diskutieren. Die EVG fordert für die Beschäftigten bei DB Zeitarbeit einen Einstiegslohn von mindestens 9 Euro und die Erhöhung des Facharbeiterlohns auf mindestens 10 Euro pro Stunde.

Hinweis an die Redaktionen:
Der stellvertretende Vorsitzende der EVG, Klaus-Dieter Hommel, steht im Anschluss an die Veranstaltung, um 14 Uhr, für ein Statement und Fragen zur Verfügung:
Hotel Gasthof zur Post, Bodenseestraße 4a, 81241 München