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14.01.2011

DB-Busgesellschaft: Südniedersachsenbus und Heidebus Tarifverhandlungen gescheitert - Erstmals drohen Urabstimmung und Streik
 

Die Tarifverhandlungen für die Busgesellschaft „Südniedersachsenbus“ und „Heidebus“ sind gescheitert. Streiks auf den Buslinien der Deutschen Bahn, die den Raum Braunschweig, Peine, Goslar, Göttingen und Holzminden sowie Uelzen bedienen, werden immer wahrscheinlicher. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will noch im Januar zur Urabstimmung aufrufen.

„In den bisherigen Verhandlungen und Gesprächen gab es seitens der Geschäftsführung keine Signale für ein Entgegenkommen“, stellte der Verhandlungsführer der EVG, Bernd Sehmisch, empört fest. Stattdessen provoziere die Geschäftsführung fortwährend. So sei ein Angebot, das von der EVG bereits im Dezember als „Minusrunde“ abgelehnt worden war, unverändert als angeblich „neues Angebot nach einem Ultimatum am 11. Januar schriftlich nachgereicht worden. „Bei dieser Vorgehensweise wird ein Arbeitskampf unausweichlich“, so Sehmisch.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte für die 260 Beschäftigen ursprünglich Einkommensverbesserungen von 5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten gefordert. Um eine Einigung zu ermöglichen, zeigte sich die EVG im Verhandlungsverlauf kompromissbereit und signalisierte, eine moderate Einkommensverbesserung von 1,4 Prozent für 2011 und 1,6 Prozent für 2012 sowie eine Einmalzahlung von 180 Euro akzeptieren zu können.

Die Arbeitgeber hingegen erklärten, für die 15 Monate von Oktober 2010 bis Dezember 2011 nicht einen Cent mehr bezahlen zu wollen. Für das Jahr 2012 wurde eine Loherhöhung von 1,6 Prozent angeboten, zugleich sollte aber die Arbeitszeit von derzeit 38,5 auf künftig 40 Stunden angehoben und dafür nur ein Teillohnausgleich gezahlt werden. Weiterhin sollte die Gewerkschaft zustimmen, neu eingestellten Busfahrern lediglich einen Einstiegslohn von lediglich 8,82 Euro die Stunde zu zahlen.

„Das ist für die EVG völlig inakzeptabel“, machte Verhandlungsführer Bernd Sehmisch deutlich. Die Geschäftsleitung halte stur an ihrem letzten Angebot fest, ohne sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. So würden keine Tarifverhandlungen geführt. „Wenn nun erstmals bei Südniedersachsenbus und Heidebus eine Urabstimmung mit Arbeitskampf droht, trägt dafür allein die Geschäftsführung die Verantwortung“, so Sehmisch. Beide Seiten müssten sich aufeinander zu bewegen; die EVG habe dies bereits getan. Streiks könnten jetzt nur noch mit einem verbesserten Angebot abgewendet werden.