12.01.2011
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Bedeutung der Arbeitnehmerrechte bei der DB-Tochter Arriva unterstrichen. Anlass war eine Unterredung zwischen dem EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner und Italiens Bahnchef Mauro Moretti. Der italienische Konzern hatte erst kürzlich den Zuschlag für die DB-Tochter erhalten.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Bedeutung der Arbeitnehmerrechte bei der DB-Tochter Arriva unterstrichen. Anlass hierfür war eine Unterredung zwischen dem EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner und dem Chef der italienischen Bahn Ferrovie dello Stato, Mauro Moretti, am Dienstag in Berlin. Der italienische Konzern hatte erst kürzlich, in Verbindung mit einem Investor, den Zuschlag für die deutschen Geschäftsanteile von Arriva erhalten.
„Es besteht auf beiden Seiten die Bereitschaft zur Zusammenarbeit“, erklärte Kirchner. Dies beinhalte vor allem auch, dass „die Betriebsräte eng in das weitere Vorgehen eingebunden werden“. Der EVG-Vorsitzende machte noch einmal deutlich, dass „Tarifverträge, Sozialbedingungen und Mitbestimmung hierzulande ein hohes Gut sind“. Er wies auch darauf hin, dass die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft nicht gegen Wettbewerb sei, „aber Wettbewerb nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden darf.“
Der EVG-Vorsitzende hatte bereits kurz vor der Verkaufsentscheidung angekündigt, mit dem neuen Eigentümer Gespräche zu führen. „Dieses Gespräch war gut und es wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein“, erklärte Kirchner.