07.01.2011
Bei den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn bleibt weiterhin alles offen. Nach gut achtstündigen, zum Teil recht schwierigen Verhandlungen, haben sich beide Tarifpartner in der Sache angenähert. "Das Angebot, das uns zu Beginn der Verhandlungen vorgelegt wurde, war unzureichend, mit dem jetzt vorliegenden Ergebnis können wir in die Tarifkommission gehen", machten die EVG-Verhandlungsführer Heinz Fuhrmann und Regina Rusch-Ziemba deutlich.
Der Agv MoVe hatte der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in der „Tarifrunde 2010“, auch im Hinblick auf das laufende Schlichtungsverfahren zum von der EVG geforderten Branchentarifvertrag für Unternehmen des Schienenpersonen-Nahverkehrs, erstmals ein Angebot für eine Entgeltsteigerung unterbreitet. Diese entsprach in der Summe rund 3 Prozent. Die Forderungen der EVG liegen jedoch bei einem Gesamtvolumen von 6 Prozent.
Neben einer Erhöhung der Einkommen soll es nach Forderungen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft Verbesserungen unter anderem bei der Struktur, der Schichtzulage, dem Urlaubsgeld und der betrieblichen Altersvorsorge geben. Die zuständigen Tarifkommissionen der EVG werden am Dienstag, den 11. Januar 2011, das vorliegende Angebot und das bisherige Verhandlungsergebnis bewerten und beraten.