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20.02.2012

Gigaliner-Feldversuch: Schlamperei bei Routenplanung?
 

Neuer Ärger um den geplanten Feldversuch mit den so genannten Gigalinern. Die vorgesehenen Strecken kreuzen offenbar zahlreiche Bahnübergänge - obwohl das Bundesverkehrsministerium genau das verhindern wollte. Damit werden erneut mögliche Sicherheitsrisiken der Monster-Lkw deutlich.

Die Allianz pro Schiene (ApS) hat das Streckennetz für den seit Anfang Januar erlaubten Riesen-Lkw-Test stichprobenartig analysiert. Sie stieß dabei auf mehr als 20 Bahnübergänge. Das Bundesverkehrsministerium hatte zuvor die Streckenführung über höhengleiche Bahnübergänge kategorisch ausgeschlossen. Für die Streckenplanung sind allerdings die Bundesländer zuständig, konkret: die acht Bundesländer, die sich an dem Feldversuch beteiligen.

ApS-Geschäftsführer Dirk Flege wies darauf hin, dass „die Bahnübergänge und die Räumzeiten nicht für Riesenlaster ausgelegt sind“. Die Räumzeiten werden nach der regulären Lkw-Maximallänge von 18,75 Meter berechnet. Da Gigaliner aber bereits seit dem 1. Januar fahren dürfen, sei „Gefahr im Verzug“, so Flege. Er forderte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die beteiligten Bundesländer auf, den bereits begonnenen Versuch „sofort zu stoppen und das für den Versuch zugelassene Straßennetz um sämtliche Straßen mit Bahnübergängen zu bereinigen“.