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24.01.2012

"Gleichberechtigung und Respekt für alle"
 


Giovanni Pollice

Der Vorsitzende des Kumpelvereins "Gelbe Hand", Giovanni Pollice, hat sich für ein verstärktes Engagement auf allen Ebenen gegen Rechtsradikalismus und Rassismus ausgesprochen. Der Staat müsse entschieden gegen Rechtsradikalismus vorgehen, sagte Pollice vor dem Übergangs-Bundesvorstand der EVG in Fulda. "Aber es muss auch die Zivilcourage gefördert werden – Schweigen und Übersehen bedeutet bereits Dulden."

Es sei mittlerweile akzeptiert, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist, so Pollice. In einer multinationalen Gesellschaft seien Konflikte normal; es komme aber darauf an, diese im Rahmen der Gesetze und der Regeln des menschlichen Zusammenlebens auszutragen. Rassismus verletze Menschen in ihrer Würde und gefährde den gesellschaftlichen Frieden. „Wir müssen verhindern, dass in Deutschland ein Klima der Intoleranz entsteht. Stattdessen müssen wir eine Kultur entwickeln, in der Menschen in Frieden zusammenleben, egal woher sie kommen.“ Dies sei nur möglich durch „Gleichberechtigung und Respekt für alle.“

Pollice forderte mehr Anstrengungen zur Prävention, „um zu verhindern, dass ein Nährboden für Radikalisierung entsteht.“ In Schulen müsse verstärkt auf das Thema eingegangen werden. Opferschutz müsse ausgebaut und die Mittel für Initiativen gegen rechts aufgestockt werden.

Unter dem Beifall des ÜBV sprach sich Pollice auch für ein Verbot der NPD aus. „Wir sind nicht länger bereit, mit unseren Steuergeldern die organisatorische Zelle der rechtsradikalen Szene zu finanzieren und schließen uns der Forderung des DGB an, die NPD zu verbieten.“

Der Kumpelverein wird vom DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften getragen und engagiert sich seit über 25 Jahren gegen alle Formen von Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.