01.11.2011
Internationale Gewerkschaftsbünde, die "Global Unions", haben im Vorfeld des G-20-Treffens Anfang November in Cannes an die Verantwortlichen appelliert, Wege aus der Krise zu suchen und eine Welt nach der Krise zu gestalten. Dazu gehört nach Auffassung der Gewerkschaftsbünde vor allem die Schaffung von Arbeitsplätzen. Zurzeit sind mehr als 200 Millionen Menschen weltweit arbeitslos. Das sind 27 Millionen mehr als vor der Krise.
Die Global Unions sind ein Zusammenschluss international tätiger Gewerkschaftsbünde. Ihnen gehören auch der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) sowie die Internationale Transport Föderation (ITF) an. Vorsitzender des IGB ist der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer.
In der vergangenen Woche wurde auf dem Euro-Krisengipfel in Brüssel ein Schuldenschnitt für Griechenland beschlossen. Diesen wertet die EVG als ersten Schritt in die richtige Richtung. Die bisher vereinbarten Instrumentarien reichen nach Auffassung unserer Gewerkschaft und des DGB allerdings nicht aus.
Außerdem verlangen EVG und DGB, dass die Risiken nicht einseitig zulasten von abhängig Beschäftigten und sozial Schwachen gehen. Es dürfe im Zuge der Gewährung von Hilfen kein Druck auf Sozialsysteme, Löhne und Renten gemacht werden. Deshalb ist die Schaffung einer Schutzklausel vonnöten. Diese müsse regeln, dass beispielsweise die Tarifautonomie nicht angetastet wird.
Doch nicht nur die aktuelle Euro-Krise belastet die Menschen. Die globale Wirtschaftskrise ist immer noch nicht überwunden, wirkungsvolle Mechanismen zur Verhinderung einer solchen Krise fehlen nach wie vor.
Erklärung zum G-20-Gipfel