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01.09.2011

Umweltbundesamt: Verdoppelung der Schienen-Investitionen
 

Der Präsident des Umwelt-Bundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, hält eine Verdoppelung der Investitionen in die Schieneninfrastruktur für notwendig. Der Güterverkehr auf der Schiene müsse sich bis 2025 verdoppeln, um den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zu entsprechen, sagte Flasbarth in einem Interview. Dies sei nur durch entsprechende Investitionen machbar.

Eine im Herbst 2010 vorgelegte Studie im Auftrag des UBA hatte bereits ergeben, dass dafür 11 Milliarden Euro notwendig sind. Der Behörden-Präsident forderte nun, den Verkehrsetat so aufzustocken, „dass die 11 Milliarden Euro für den Ausbau der Gütertrassen bis 2025 gesichert sind. Da reden wir nicht mal über 1 Milliarde pro Jahr.“ Immerhin müssten die Investitionen verdoppelt werden, denn derzeit fließen pro Jahr rund 1,1 Milliarden Euro in die Infrastruktur. „Im Interesse des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherung des Wirtschaftsstandortes muss diese Finanzierung gesichert werden“, so Flasbarth. „Wenn der politische Wille da ist, gibt es dazu viele Möglichkeiten.“

Die EVG begrüßt die Aussagen des UBA-Präsidenten. Die EVG fordert seit langem, die Investitionen in die Schiene zu verdoppeln. Offenbar wächst allmählich die Erkenntnis, dass dies kein Bahn-Lobbyismus ist, sondern dass hier eine Debatte geführt wird, die für die Zukunft unseres Landes notwendig ist.