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25.05.2011

Nachhaltigkeit ist nicht teilbar - Nicht nur über Elektroautos diskutieren
 

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat ihre Kritik an der Verkürzung der Diskussion um die Elektromobilität bekräftigt. „Nachhaltig wird die Elektromobilität nicht sein können, wenn sie sich ausschließlich auf das Auto bezieht. Denn so werden vor allem die Probleme im Güterverkehr nicht gelöst“, betonte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner anlässlich der Anhörung zu diesem Thema am Mittwoch im Bundestag. „Nachhaltigkeit ist nicht teilbar“, erklärte Kirchner.

Der Vorsitzende der EVG wies darauf hin, dass das Elektroauto Lösungen nur für die individuelle Mobilität in Städten und Ballungsräumen biete, „und damit nur für einen kleinen Ausschnitt unseres Verkehrssystems“. Solche Lösungen sollten auch weiterverfolgt werden, andere Bereich dürften aber nicht vergessen werden. Vor allem der Güterverkehr wachse stetig und stehe nach allen Prognosen vor einem langanhaltenden Boom. Deshalb seien hier Lösungen nötig: „Güter elektrisch auf der Straße befördern? Dafür reicht die Phantasie unserer besten Ingenieure nicht aus. Güter elektrisch auf der Schiene? Das leisten die Bahnen tagtäglich“, unterstrich Kirchner. Bereits heute würden die Bahnen 90 Prozent ihrer Leistungen strombetrieben erbringen.

Auch an dieser Stelle müsse dann mehr „unterstützt und geleistet“ werden, verlangte der Gewerkschafter. Der Ausbau energieeffizienter Antriebstechnologien und der Umstieg auf regenerative Quellen seien vonnöten. „Der Bund muss diese Forschung fördern und dafür Gelder bereitstellen“. Darüber hinaus müsse aber auch die Schieneninfrastruktur ausgebaut werden, so der Gewerkschafter weiter. Ein solches Gesamtkonzept, das sich nicht nur auf ein Segment eines Verkehrsträgers stütze, sei erforderlich: „Wir brauchen breite Diskussionen und keine verengte Debatte“, mahnte Kirchner.