28.05.2011

Zehntausende haben am Samstag gegen den Atomkurs der Bundesregierung und
für eine Energiewende protestiert. Aufgerufen zur Demonstration hatten
unter anderem der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften. Unter dem
Motto: „Energiewende jetzt - für mehr Sicherheit und den Wohlstand von
morgen“ gingen die Menschen bundesweit gegen die Laufzeitverlängerung
von Atomkraftwerken auf die Straße.
„Der Atom-GAU, das ‚Restrisiko‘ der Atomenergie, ist vom Menschen letztlich nicht beherrschbar. Die Endlagerfrage ist nicht gelöst. Atomstrom hat keine Zukunft“, hieß es in dem Aufruf. Die Gewerkschaften erwarten von der Bundesregierung und den Landesregierungen unter anderem eine rasche Weichenstellung für einen geordneten Ausstieg. Außerdem sollen Energiesparer durch eine Erhöhung der Fördermittel für energetische Gebäudesanierung belohnt werden. Darüber hinaus müssen alternative Energien massiv gefördert werden. Nur so können wir unsere Zukunft sichern.
Für die EVG muss aber die Energiewende um eine radikale Wende in der Verkehrspolitik ergänzt werden. Ohne eine Verlagerung von Verkehren auf die Schiene ist keine nachhaltige Entwicklung möglich. Voraussetzung dafür ist ein Ausbau der Schieneninfrastruktur.