06.05.2011
Die EVG appelliert an die Europaabgeordneten, von einer Trennung von
Infrastruktur und Betrieb Abstand zu nehmen. Ein entsprechendes
Schreiben hat der Vorsitzende unserer Gewerkschaft, Alexander Kirchner,
an die Mitglieder im Europäischen Parlament geschickt. Hintergrund:
Voraussichtlich im September wird das Europäische Parlament über die
Neufassung des ersten Eisenbahnpaketes abstimmen, den so genannten
Recast.
Eine Trennung von Infrastruktur und Betrieb hätte unabsehbare Folgen für die Beschäftigten der DB AG und für den Konzern selbst. Zudem wäre eine ökologisch sinnvolle Verkehrspolitik gefährdet, so Kirchner.
Vor allem ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte profitierten bisher vom konzernweiten Arbeitsmarkt. So könne auch den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnet werden, betonte Kirchner. Ebenso konnten die Umstrukturierungen im DB-Konzern seit der Bahnreform nur dank dieses funktionierenden konzerninternen Arbeitsmarktes ohne betriebsbedingte Kündigungen bewältigt werden. Kirchner unterstrich außerdem, dass in keinen anderen Land der EU der liberalisierte Markt im Personennahverkehr so gut funktioniere, wie in Deutschland.