12.04.2011
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert einen „schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie“. Ein entsprechendes Positionspapier hat die Gewerkschaft in Fulda verabschiedet. Die EVG verlangt ein völlig neues Energie- und damit auch Verkehrskonzept.
Die jetzt vorübergehend abgeschalteten Atomkraftwerke dürften nicht wieder ans Netz gehen, auch alle anderen seien „schnellstmöglich abzuschalten“, heißt es in einem Positionspapier, das der ÜBV verabschiedet hat. Die EVG fordert die Bundesregierung auf, ein umfassendes Energiekonzept zu entwickeln. „Energieeffizienz und Energiesparen stehen dabei im Vordergrund.“
Jetzt dürfe aber „nicht nur die Debatte um die Energiewende geführt werden, sondern wir müssen auch die weiterführende Debatte einleiten: die um die richtige Verkehrspolitik“, so der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner vor dem Übergangs-Bundesvorstand. Ein grundlegend neues Energiekonzept für Deutschland müsse auch mit einem grundlegend neuen Verkehrskonzept verknüpft sein. Denn der Verkehr ist einer der energie-intensivsten Wirtschaftsbereiche. „Das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn muss jetzt massiv gestärkt werden“, so das Positionspapier.
Das heißt im Einzelnen:
- Die Weiterentwicklung der Elektromobilität darf sich nicht nur auf die Automobile, sondern muss sich insbesondere auf die Schiene beziehen. Denn nirgendwo sind die Potenziale der Elektromobilität so groß wie hier.
- Auch die Bahnindustrie ist hier gefragt. Sie muss ihre Anstrengungen zur Entwicklung alternativer Antriebstechnologien verstärken.
- Die Investitionen in die Schiene müssten deutlich verstärkt werden.
- Vollständige Kostenwahrheit. Insbesondere müssen den Verkehrsträgern endlich die externen Kosten angerechnet werden. Finanzierungskreisläufe für einzelne Verkehrsträger lehnt die EVG ab.
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