Newsticker:
09.04.2011

Budapest: Demo gegen Sparkurs
 

Über 50.000 Gewerkschafter haben am Samstag in Budapest gegen den so genannten „Euro-Plus-Pakt“ protestiert. Parallel dazu haben die EU-Wirtschaft- und Finanzminister in Ungarn unter anderem die Auswirkungen der ansteigenden Energiepreise beraten.

Mit dem „Euro-Plus-Pakt“ sollen nach Auffassung des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeche für den fehlenden Mut der Politik zahlen. Gefordert werden daher unter anderem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sowie die Zügelung der Finanzmärkte.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) war mit einer Delegation in Ungarn vertreten. "Auf eine europäische Finanztransaktionssteuer warten wir noch immer", sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach auf der Kundgebung. Den Staats- und Regierungschefs fehlen Mut und Wille, mehr Europa zu wagen! Ihr Euro-Plus-Pakt ist ein Minus-Pakt für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für die EVG in Budapest dabei war der stellvertretende Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel.