Sie wurde mal wieder öffentlich wahrgenommen, die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Viel zu lange haben die Aktiven im Stillen gewirkt; erfolgreich zwar, aber ohne dass Andere davon Kenntnis genommen haben. Beim Thema Reisezentren jedoch war Schluss mit lustig. Die wurden einen Tag lang dicht gemacht, um die Beschäftigten ausführlich über nicht hinnehmbar Pläne des Arbeitgebers zu informieren.
Der Wettbewerb soll's richten – wieder einmal. Mit der Zulassung von so genannten Fernbuslinien will die Bundesregierung Reisenden eine attraktive Alternative zum Auto bieten, sagt sie zumindest. Die Förderung der Eisenbahn bleibt außen vor, dabei wird die Schiene die Folgen dieses Vorstoßes am deutlichsten zu spüren bekommen. Erste Prognosen gehen davon aus, dass es deutliche Abwanderungsbewegungen von der Bahn zum Bus geben wird. Genau das sollte aber nicht der Fall sein.
Im Fernverkehr raucht´s derzeit gewaltig. Und es wird an der EVG sein, Lösungen zu finden, die den Interessen der betroffenen Kolleginnen und Kollegen gerecht werden.
Na, da hat sich die EVG ja ganz schön was vorgenommen. Ein Zukunft-Tarifvertrag soll verhandelt werden und das Ergebnis bis Ende November 2011 vorliegen. Der enge Zeitplan ist ganz schön ambitioniert – aber notwendig.
Irgendwie ist es doch schön, dass die GDL jetzt eigene Tarifverträge aushandeln kann. Nun reicht es nicht mehr aus, das Handeln Anderer zu kritisieren. Jetzt muss der vielbeschworene Anspruch des „wir können das besser“ mit Leben erfüllt werden.
Das waren ja wieder mal beeindruckende Mai-Kundgebungen in diesem Jahr. Mehr als 420.000 Menschen sind am "Tag der Arbeit" auf die Straße gegangen, um unter anderem für faire Löhne, gute Arbeit und soziale Sicherheit zu demonstrieren. Arbeit dürfe nicht weiter "entwertet, entrechtet und jeder Perspektive beraubt werden", hat DGB-Chef Sommer in Kassel erklärt. Er forderte, dass Deutschland "den Menschen die Würde von Arbeit und gerechtem Lohn garantieren müsse".