10.03.2011
Bereits im Vorfeld der Gründung der EVG wurde viel über die Zukunft unserer Organisation gesprochen. Einer der wohl wichtigsten Zweige der Mitgliederwerbung ist die Berücksichtigung der Jugend.
Studien zeigen, dass Jugendliche nicht mehr das Verständnis von Gewerkschaften haben, wie ältere Generationen, sondern durch gestiegenen Leistungsdruck, der von der Wirtschaft, aber auch von ihnen selbst erzeugt wird. „Ich muss besser sein, als meine Kollegen!“. Diese Tatsache erklärt auch, warum es uns als Gewerkschaften schwerer fällt, die Auszubildenden und jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu solidarisieren. Für die junge Generation steht ihr persönlicher Vorteil oft im Vordergrund.
Genau aus diesem Grund ist die Fokussierung der betrieblichen Arbeit – durch Gründung der Betriebsgruppen – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Gewerkschaftsarbeit findet in den Betrieben statt und genau dort erfahren die Jugendlichen, was sie selbst – in enger Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften – alles erreichen können. Durch positive Erfahrungen ist es dann auch möglich, sie auf anderen Ebenen zu motivieren und für die Allgemeinheit aktiv zu werden.
Erfolgreiche Jugendarbeit kann aber nur stattfinden, wenn die Jugend die Möglichkeit hat, ihre eigenen Probleme anzubringen und eine breite Unterstützung der Erwachsenen erfahren.
Aus diesem Grund möchten wir Euch darauf hinweisen, auch die Jugend bei der Gründung der Betriebsgruppenvorstände zu berücksichtigen, sie aktiv in das Betriebsgeschehen mit aufzunehmen und gleichzeitig den Hinweis an die jugendlichen Mitglieder in den Betrieben zu geben, sich aktiv in die Bildung der Betriebsgruppenvorstände einzubringen.