24.11.2011
Die EVG unterstützt weiterhin den Kampf der Vodafone-Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Die Delegierten des kleinen Gewerkschaftstages verabschiedeten einstimmig eine entsprechende Resolution. "Wir werden an eurer Seite stehen, so lange ihr uns braucht", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Er kündigte an, gemeinsam mit der IG Metall Verhandlungen zu einem Sozialtarifvertrag aufzunehmen.
Beschäftigte des Telekommunikationsunternehmens nutzten das Forum des EVG-Kongresses, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. „600 Beschäftigte sollen in Billigbuden abgeschoben werden, in denen es nicht mal einen Betriebsrat gibt und in denen sie 30 % weniger verdienen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Lars Kreer. „Und wir sind sicher, das ist erst der Anfang.“ Kreer kritisierte insbesondere auch die Informationspolitik des Unternehmens. „Die Maßnahmen sind unter Decknamen und im stillen Kämmerlein vorbereitet worden. Ohne die EVG und die Gewerkschaftssekretäre Johannes Kuipers und Jürgen Hoffmann wüssten wir heute noch nichts.“
„Vodafone befindet sich nicht in einer wirtschaftlichen Notlage“, sagte Margret Kirchner vom Standort Essen. Vodafone Deutschland habe im vergangenen Jahr 3,7 Milliarden Euro Gewinn gemacht. „Aber das reicht ihnen immer noch nicht. Sie bekommen den Hals nicht voll. Es geht um maßlose Gier auf Kosten von Müttern, Vätern und deren Kindern.“ Dagegen helfe „nur die Solidarität der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften.“
Kreer und Kirchner kündigten an, den Kampf um die Arbeitsplätze fortzusetzen. „Wir wollen bei Vodafone bleiben und weiter an unseren Standorten unsere Arbeit machen. Wir wollen unsere Zukunft retten. Wir wollen uns nicht abschieben lassen. Wir wollen auch Zeichen setzen im Interesse aller Kolleginnen und Kollegen, die von weiteren Maßnahmen betroffen sein werden.“
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