03.02.2012
Vodafone und der Gesamtbetriebsrat (GBR) haben sich vor dem Arbeitsgericht auf einen Vergleich verständigt. Ab dem 13. Februar kann nun die Einigungsstelle zum Interessenausgleich tagen. Die zuständigen Betriebsräte aus Essen und Eschborn haben bereits Zustimmung signalisiert, die des GBR steht noch aus.
Jetzt muss die Zeit intensiv genutzt werden, damit sich die Betriebsparteien auf einen Interessenausgleich und insbesondere auch auf einen Sozialplan verständigen. Die zuständigen Betriebstäte (BR) aus Essen und Eschborn haben dem GBR dazu das Verhandlungsmandat für den Sozialplan übertragen. Nur durch das gemeinsame Vorgehen von Betriebsräten und GBR ist sichergestellt, dass es für die betroffenen Beschäftigten zu sozialverträglichen Regelungen kommen kann.
Die BR-Vorsitzende aus Essen, Lola Hort, hat sich nochmals an den Arbeitsminister des Landes NRW, Guntram Schneider, gewandt und ihn gebeten, auf Vodafone zu zugehen. Vodafone müsse nun größtmögliche Anstrengungen unternehmen, um die Verlagerung der Arbeitsplätze sozialverträglich für die Arbeitnehmer zu gestalteten. Eine Reihe von SPD Bundestagsabgeordneten, darunter EVG-Vorstand Martin Burkert, hat gegenüber Vodafone-Chef Fritz Joussen das Gleiche gefordert.
Arbeitgeber und Betriebsräte müssen nun unmittelbar mit den Sozialplanverhandlungen beginnen, um die Belastungen der Arbeitnehmer bei dieser betriebswirtschaftlich unsinnigen Maßnahme abzufedern. Dazu gehören unter anderem die von der IG Metall geforderte und von der EVG ausdrücklich unterstützte tarifliche Absicherung (Tarifbindung), sowie ein verlängerter Kündigungsschutz.