19.08.2011
Die DB Vertrieb plant einen radikalen Personalabbau in den Reisezentren. Darüber hat die Geschäftsführung jetzt den Gesamtbetriebsrat informiert. Bis 2016 sollen bundesweit fast 700 Arbeitsplätze gestrichen werden – jede vierte Stelle in den Reisezentren. Angeblich eine Reaktion auf zurückgehende Umsätze, weil immer mehr Kunden ihr Ticket nicht am Schalter kaufen.
Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Der andere: Der Konzern will sparen. Und scheinbar sollen es die Reiseberater mit ihren Arbeitsplätzen bezahlen. Für noch mehr Rendite? Zur Info: Der Gewinn der DB AG lag zum Halbjahr bei satten 648 Millionen Euro und damit 65 Prozent höher als im Vorjahr.
Außerdem soll doch die Kundenfreundlichkeit verbessert werden. Die verbleibenden Reiseberater werden angesichts des steigenden Leistungsdrucks jedoch keine Zeit mehr für mehr Freundlichkeiten haben. Mit Service hat das nichts zu tun.
Die EVG und ihre Betriebsräte lehnen diesen Unsinn ab! Es muss endlich eine Planung her, die nicht gewinn-, sondern kundenorientiert erfolgt. Einen Vertrieb der Zukunft ohne Reiseberater darf es nicht geben.