03.11.2010
Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) hat die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der BVO nach der ersten Verhandlungsrunde unterbrochen.
In der Auftaktverhandlung erklärte die Arbeitgeberseite, dass sich die BVO in einer harten Sanierungsphase befinde. Der verschärfte Ausschreibungs- und Genehmigungswettbewerb führte für die BVO bereits zu erheblichen Verlusten im Bestandsgeschäft und es bestehe die Gefahr, weitere Bestandsleistungen zu verlieren bzw. kein Neugeschäft gewinnen zu können. Ein entscheidender Punkt sei u.a., dass die Personalkostennachteile gegenüber dem privaten Omnibusgewerbe bis zu 20 Prozent betragen und auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden müssen.
Die Arbeitgeberseite prüft, ob eine Verschmelzung der BVO auf die NVO eine Alternative sei, um einer drohenden Abwicklung der Gesellschaft entgegen zu wirken. Deshalb besteht aus Sicht der Geschäftsführung in dieser Tarifrunde kein Spielraum für eine Entgelterhöhung. Vorstellbar sei eine „Nullrunde“ von 12 Monaten und in diesem Zeitraum, Verhandlungen über Arbeitsplatz sichernde Maßnahmen zu führen. Geprüft wird auf Arbeitgeberseite die Möglichkeit einer Einmalzahlung in 2011. Die Verhandlungen wurden unterbrochen und werden am 10. November 2010 fortgesetzt.