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30.06.2010

Entlarvende Kehrtwendung
 

Seit Monaten wird den in den Eisenbahnverkehrsunternehmen Deutschlands beschäftigten Lokomotivführern und Zugbegleitern von der GDL gebetsmühlenhaft erklärt, wie wichtig und richtig der von ihr geforderte Eisenbahnfahrpersonalstarifvertrag (EFPTV) wäre. Plötzlich und klammheimlich macht die GDL eine totale Kehrtwendung und fordert nun einen sogenannten Bundesrahmentarifvertrag für Lokomotivführer.

Damit ist wohl der monatelang von ihr geforderte EFPTV sang- und klanglos auf dem Müllhaufen der GDL-Tarifgeschichte gelandet. Die vielen angeblich so stichhaltigen Argumente zu dem Tarifvertrag (EFPTV), die bisher mit viel Inbrunst vorgetragen wurden, haben sich offenbar genauso als falsch erwiesen, wie die Behauptung, dass der bisher geforderte EFPTV ein Flächentarifvertrag werden würde.

Der GDL ist wohl nichts anderes übrig geblieben, als ihren Kurs drastisch zu ändern, nachdem sie erkannt hat – oder von Fachleuten darauf hingewiesen wurde –, dass der bisher beschrittene Weg falsch war.

Der richtige Weg zur Sicherung des Einkommensniveaus in einer Branche ist der Branchentarifvertrag. Diesen Weg haben TRANSNET, Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) beschritten.