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19.01.2010

BranchenTV Schienenverkehr BranchenTV durchsetzen - Notfalls mit Streiks
 

Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) will nun endlich einen Branchentarifvertrag für den Schienenverkehr durchsetzen. Dieser ist nötig, um Dumpingwettbewerb zu verhindern. Die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA wollen bis zum Abschluss dieses BranchenTV keine weiteren Tarifverträge in Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinbaren. Notfalls muss dieser Tarifvertrag auch mit Streiks durchgesetzt werden.

Der BranchenTV soll für alle Unternehmen der Branche zwingend gelten und ein einheitlich hohes materielles Niveau für die Beschäftigten sichern.Zahlreiche Gespräche mit den Arbeitgebern haben bisher kein durchschlagendesErgebnis gebracht.

Schädlich ist auch die Blockadehaltung der GDL. Sie ist derzeit nicht bereit, gemeinsam mit TRANSNET und GDBA für einen solchen BranchenTV zu streiten, sondern will einen Fahrpersonaltarifvertrag nur für bestimmte Berufsgruppen. Der bevorstehende Wettbewerb im Schienenpersonen- Fernverkehr und die zahlreichen Ausschreibungen im Schienenpersonen- Nahverkehr machen aber sehr deutlich, dass es hier nicht um gewerkschaftliche Machtspiele gehen darf, sondern nur die Belange aller Beschäftigten das Maß der Dinge sein müssen. TRANSNET und GDBA fordern die GDL auf, endlich ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und gemeinsam für einen BranchenTV zu kämpfen. Die zunehmende Vertöchterung bei der Deutschen Bahn, führt dazu, dass bei Ausschreibungen Billigangebote ohne Tarifbindung durch diese Tochterunternehmen angeboten werden. Dies macht den Ernst der Situation nur allzu deutlich.

Die TG wird jedenfalls bis zum Abschluss dieses BranchenTV keine Tarifverträge zu Entgelt und Arbeitsbedingungen in den Eisenbahnverkehrsunternehmen mehr abschließen. Sollte es im Arbeitgeberlager keine Bewegung geben, werden wir den BranchenTV notfalls auch mit Streiks durchsetzen.