11.01.2010
Die DB Regio AG beteiligt sich an Ausschreibungen nur noch mit Gesellschaften, in denen es keine gültigen Tarifverträge gibt. Es werden dabei Personalkosten kalkuliert, die weit unter den bei der DB Regio geltenden Tarifverträgen liegen. Dies kritisieren TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA massiv.
Für das erste, in diesem Jahr in Betrieb gehende Unternehmen DB Rheinland GmbH, gibt es offenbar eine Absprache zwischen DB AG und GDL zu Lasten der in diesem Bereich Beschäftigten. Danach müssen sie mit Versetzungen und Verschlechterungen rechnen, obwohl sie ihre bisherige Arbeit zum Teil über Jahrzehnte ausgeübt haben. In der DB Rheinland GmbH sollen dann die Beschäftigten der BahnService GmbH ohne Anwendung von Tarifregelungen einzelvertraglich zu schlechteren Konditionen arbeiten.
Das ist ein klarer Verrat an den Lokführern!
TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA werden das nicht tolerieren. Auch verstößt die DB AG damit gegen das bestehende Beschäftigungsbündnis. Unsere Mitglieder in diesem Bereich werden wir auffordern, gegen diese Vorgehensweise zu klagen.
Wir begrüßen zwar, dass die Mitarbeiter der BahnService Beschäftigungsangebote der DB AG erhalten sollen, dies darf aber nicht Lohndumping und Verdrängung von bisher dort Beschäftigten bedeuten.
Auch wenn es sich bei dem jetzigen Vorfall „nur“ um rund 50 Beschäftigte handelt, ist eine Ausweitung dieser Praxis auf andere Bereiche des Bahnkonzerns zu befürchten.
Die GDL fordern wir auf, Lohn- und Sozialdumping nicht weiter zu fördern und mit uns gemeinsam einen einheitlichen Branchentarifvertrag für alle Beschäftigten im Schienenpersonenverkehr durchzusetzen.