16.11.2009
Alle Beschäftigten der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft GmbH (ODEG) und der nordbahn GmbH haben, wie uns bekannt wurde, von ihrer Geschäftsführung einen Brief erhalten, in dem die Arbeitgeber erklären, dass sie freiwillig zusätzliche Entgeltzahlungen leisten. Im Weiteren begründen sie ihre Maßnahme. Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) erklärt dazu:
- Der Arbeitgeber kann natürlich einseitig und freiwillig eine Entgelterhöhung vornehmen.
- Dadurch wird aber kein Tarifabschluss erzielt und keine Friedenspflicht hergestellt.
- Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA (TG) sind nicht abgeschlossen.
- Die Forderungen der TG sind nicht erfüllt, weder die materiellen, noch die nach Einschränkung des Geltungsbereichs.
Die TG hat sich im Übrigen einem Tarifabschluss auch nicht verweigert, wie die Arbeitgeber schreiben, sondern die materiellen Angebote waren bisher einfach zu gering bei zu langen Laufzeiten.
Die Arbeitgeber wolen die Mitarbeiter auch „nicht persönlich leiden lassen“ - das ist lobenswert. Die TG unterstützt dieses Vorhaben, analysiert die Situation aber anders:
Wenn Kolleginnen und Kollegen „leiden“, dann wegen der zu geringen materiellen Angebote und wegen der offensichtlichen arbeitgeberseitigen Unterstützung eines Ausschreibungswettbewerbs, bei dem nur über den „billigsten“ Schlosser, Kundenbetreuer, Elektriker, Lokomotivführer oder Verwaltungsmitarbeiter Leistungen gewonnen werden.
Insoweit gibt es zwischen der TG und den Arbeitgebern keine „politischen Unstimmigkeiten“ sondern massive Probleme!